Archive for the ‘Deutsch’ Category

Neue Foto Gallerie

Wednesday, December 30th, 2009

Moritz Petersen - Photos

Ich habe meine Foto Gallerie mal wieder aktualisiert. Dieses Mal habe ich die Gallerie auf Basis der Google App Engine Platform implementiert. Mehr über meine Erfahrungen bei der Entwicklung der Gallerie kann man hier lesen.

Bildbesprechung: Cold Tree

Friday, December 25th, 2009

Cold Tree - edited

Eines meiner Lieblingsfotos der letzten Tage ist dieser Baum in der eisigen Winterlandschaft an der Elbe. Bei der Aufnahme des Bildes war es bereits etwas dämmrig – an dem Tag wurde es gar nicht erst richtig hell. Durch den hellen Schnee war die eigentliche Dämmerung aber schwer einzuschätzen, und da ich nach der Aufnahme das Histogramm nicht weiter kontrolliert habe, musste ich zu hause am Computer feststellen, dass das ursprüngliche Bild ziemlich duster aussieht:

Cold Tree - original

Für eine Bildbearbeitung reicht es dennoch: Meine Absicht war es, eine kühle Atmosphäre darzustellen und ein graphisch wirkendes Bild zu schaffen. Zunächst habe ich das Bild auf das klassische 3:2 Format geschnitten. Die Panasonic GF1 hat einen Sensor im 4:3 Format, mir gefällt das klassische Format aber besser. Obwohl die GF1 die Möglichkeit bietet, das Format schon während der Aufnahme auf 3:2 festzulegen, nutze ich den kompletten Sensor aus, um bei der Nachbearbeitung mehr Spielraum zu haben.

Anschließend habe ich die Belichtung deutlich, nämlich um ca. 2 Blendenstufen erhöht um den Schnee grell-weiß wirken zu lassen. Die dunklen Bereich habe ich abgedunkelt. Dadurch entstand ein fast silhouettenhaftes Bild. Den Himmel habe ich anschließend mit einem sehr leichten Blaustich versehen, um die kalte Atmosphäre zu verdeutlichen. Diesen Schritt hätte ich sicherlich auch mit geeigneter Einstellung des Weißabgleichs schaffen können, dennoch habe ich die Einstellung “Split Toning” von Lightroom verwendet.

Der letzte Bearbeitungsschritt ist der größte Eingriff in das Bild: mit Hilfe des “Spot Removal” Werkzeugs habe ich die Äste am rechten Bildrand weggestempelt. Damit wird das Bild zwar stark verfälscht, die Wirkung aber erhöht. Anschließend wurde das Bild noch etwas geschärft.

To D300 or not to D300

Saturday, July 25th, 2009

Das ist hier die Frage. Eigentlich bin ich mit meiner D70s ganz zufrieden. Aber die Generationen der Digitalkameras schreiten voran und bringen technische Neuheiten mit sich, die die Leistung meiner alten Kamera in den Schatten stellen — und die befindet sich nun schon über 4 Jahre in meinem Fundus.

Alles Quatsch! Mich juckt’s einfach unter den Fingern, ein neues Spielzeug soll mal wieder her. Also wird mal wieder ein guter Grund gesucht, ein paar Euro zum Fenster hinauszuwerfen. Um diesen emotionalen Drang ein wenig einzugrenzen, legt man sich am besten ein paar Fakten zurecht. Kosten / Nutzen ist hier das Stichwort. Dabei vergleiche ich meine bestehende D70s mit der D90, D300 und der D700 in zwei Konfigurationen: (1) mit dem 24-70mm und (2) mit dem 24-120 VR. Zusätzlich bringe ich noch die (vermutlich demnächst angekündigte) D300s ins Spiel. Bei den beiden D700 Konfigurationen gehe ich davon aus, dass ich mein 17-55 DX für ca. 800 € verkaufen kann.

Vergleich Nikon-2

Also vergleiche ich zunächst einmal die reinen Kosten der Kandidaten miteinander. Dabei mache ich folgende Annahmen: aktuelle Preise hole ich mir von diversen Internet Preissuchmaschinen, die D300s schätze ich im Segment zwischen D300 und D700 und für meine D70s gar kein Preis (die habe ich ja schon). Dann stelle ich alle Kameras gegenüber und vergleiche wie viel die Kamera jeweils teuerer bzw. günstiger als die andere ist. Dadurch bekomme ich einen abstrakten Kostenindex, der in dem Diagramm oben als gelbe Säule dargestellt ist. Die D70s ist in diesem Segment klarer Sieger, denn sie kostet mich ja – wie gesagt – nichts mehr.

Aber Kosten alleine sagen noch nichts aus. Deshalb erstelle ich eine Wertematrix, bestehend aus der Bewertung von Gewicht, Bildqualität, Features und Bedienbarkeit. Diese werden zu­sam­men­gen­om­men und in ein einheitliches Bewertungsschema gebracht, um es mit dem Kostenindex vergleichen zu können. Beide Parameter werden anschließend in der Zusammenfassung kombiniert.

Das erstaunliche ist: Dieser Index gibt ziemlich genau mein Bauchgefühl wieder (kein Wunder, habe ich ihn doch selbst gefälscht erfunden). Demnach würde meine Ausrüstung von einer D700 mit dem 24-200 VR Objektiv am meisten profitieren – allerdings auch zu nicht unerheblichen Kosten von 1.900 €. Als nächstes wäre eine D90, die sich in Punkto Bildqualität von einer D300 kaum unterscheidet (zumindest wenn man die D700 am oberen und die D70s am unteren Ende als Vergleichsgrößen hinzuzieht). Hier kann die D90 mit der Videofunktion punkten, während die D300 mit guter Bedienbarkeit, besserem Autofocus und robustem Gehäuse vorne liegt. Allerdings liegt die D300 um einige hundert Euro über dem Preis der D90 schon im vierstelligen Bereich. Die D300s bietet gegenüber der D300 etwas mehr Features – allerdings auch zu einem (vermutlich!) höheren Preis.

Bleibt also noch die Entscheidung, die durch diese Analyse nicht wirklich einfacher geworden ist. Zu guter Letzt muss ich mich einfach fragen: Bin ich mit meinen Fotos heute unzufrieden, und kann ich die Schwächen durch eine neue Kamera beseitigen? Die Antwort ist ein klares nein; jetzt muss ich nur noch den Spieltrieb bezwingen.

Test Panasonic Lumix LX-3

Saturday, July 25th, 2009

In vielen Tests (u.a. auch beim englischen DPReview) hat die LX-3 eine Spitzenposition im Kompaktsegment eingenommen. Das machte diese Kamera für mich interessant, auch wenn der Telebereich und das Bedienkonzept (“Joystick”) den Gesamteindruck minderten. Gesagt, getan: ich habe mir die LX-3 bestellt, obwohl die Gerüchteküche bereits vom Nachfolger fantasiert.

Die Vorteile der LX-3 liegen auf der Hand (pardon: dem Papier): Hervorragendes Objektiv, relativ großer Sensor, Bildstabilisator, vernünftige Auflösung, gutes Rauschverhalten und die Möglichkeit komplett manuelle Einstellungen vornehmen zu können und Bilder als RAW Dateien abzulegen.

Doch die Realität sieht nicht so gut aus. Der Videomodus ist ein Gimmick, der andere Kompaktkameras in keinster Weise übertrifft. Und die Bildqualität ist enttäuschend, im Vergleich zu anderen Kompaktkameras nur gering besser (wenn überhaupt) und kann nicht im Geringsten an die Qualität einer DSLR heranreichen, nicht einmal an die meiner alten Nikon D70s.

Positiv möchte ich anmerken, dass die RAW Dateien durchaus Bearbeitungspotential enthalten. Ein Testfoto unter relativ ungünstigen Bedingungen (und daher für mich repräsentativ!) zeigt, dass man aus den Bildern der LX-3 einiges herausholen kann. Manuell die Belichtung korrigiert, dabei auf die Highlights am Himmel geachtet, ist das Bild zunächst recht unterbelichtet:

original_crop

Doch durch ein wenig Nachbearbeitung kann das Ergebnis ganz ansehnlich sein (gut, das Motiv ist nicht so spannend, aber das soll an dieser Stelle nicht ausschlaggebend sein, da es sich um einen Test der Bildqualität handelt, nicht des Fotografen):

edit_crop

Die LX-3 ist für eine Kompaktkamera also durchaus beachtlich. Doch im Detail enttäuscht sie, was allerdings eher dem Prinzip Kompaktkamera geschuldet ist, und nicht der Qualität der Kamera selbst: Der Sensor und das Objektiv – trotz seiner relativen Güte – kann einfach nicht die Leistung bringen, die ich erwarten würde. Trotz sorgfältiger Nachbearbeitung verschwimmen Details und wirken verwaschen und ölbildartig. Konturen sind nicht klar herauszuarbeiten. Hier ein paar Beispiele aus dem oben gezeigten Bild (in der Reihenfolge: Mitte, Ecke, Highlights)

100%_center

100%_corner

100%_highlights

Mein Fazit: Für eine Kompaktkamera vielleicht nicht schlecht, aber meine Erwartungen nicht erreichend. In sofern bin ich ganz zufrieden mit meiner alten D70s und bleibe auch vorerst dabei.

Ubuntu: positiver erster Eindruck

Sunday, June 28th, 2009

Nein, ich hasse nicht meine Macs. Es gibt auch keinen Grund, sich von den Macs zu verabschieden. Mac OS X ist und bleibt ein sehr angenehmes, sauber durchdachtes und benutzerfreundliches Betriebssystem. Es bietet mir genau die richtige Ausahl an Applikationen, z.B. zum Bearbeiten von Fotos (Lightroom), zum Abgleich mit meinen mobilen Geräten (iTunes für iPod und iPhone) sowie zur Softwareentwicklung (NetBeans, Eclipse).

Es gibt wenig Dinge, die mich an Mac OS X stören. Da wäre zum einen die relativ schwache Java Unterstützung. Die Java Versionen unter Mac OS X sind meist erst einige Monate nach dem offiziellen Sun Release verfügbar. Derzeit existiert Java 6 nur für Intel 64-Bit Platformen. Mein altes PowerBook wird wohl niemals die offizielle Version 6 bekommen. Statt dessen gibt es zwar die Möglichkeit, Soylatte bzw. mittlerweile auch OpenJDK zu installieren, das auch für PowerPC Platformen erhältlich ist, aber damit wird GUI/Swing Entwicklung einfach keinen Spaß machen. Apple unterstützt konsequent nur die neueren Platformen. Das macht auch Sinn: Auf diese Weise kann sich die Entwicklung voll auf die Leistungsfähigkeit dieser Platformen konzentrieren und muss keine Altlasten berücksichtigen. Des weiteren ist die Integration in das Betriebssystem, mit Mac OS X spezifischen Erweiterungen wohl einer der Gründe, weshalb Java auf dem Mac oft erst mit einiger Verzögerung erscheint.

Ein weiteres Problem ist die Beschränkung auf Apple Hardware. Zwar gibt es daran prinzipiell nichts auszusetzen, schließlich ist nicht nur das Betriebssystem sehr durchdacht, sondern auch die Hardware, und zusätzlich sind Betriebssystme und Hardware perfekt aufeinander abgestimmt, dennoch bietet Apple nicht immer das, was man auch tatsächlich braucht. So liegt es z.B. nache, ein ultraportables Netbook zu verwenden, um auf Reisen weniger Gewicht mit sich herumzuschleppen.

Einige Gründe sprechen also dafür, sich außerhalb von Mac OS X nach Alternativen umzusehen. Windows nutze ich beruflich und bin nicht wirklich zufrieden. Daher experimentiere ich seit kurzem mit Ubuntu Linux. Derzeit noch in einer Virtuellen Maschine (Virtual Box) sowohl unter Mac OS X als auch unter Windows.

Ubuntu ist, gemeinsam mit dem Gnome Desktop ein gut durchdachtes und benutzerfreundliches System. Es sieht recht elegant aus, und lässt sich einfach installieren. Der Paketmanager hält viele zusätzliche Programme bereit. Der Umstieg von Mac OS X auf Ubuntu ist aber nicht ganz so reibungslos wie ich es erwartet hatte. So bin ich naiverweise nicht immer den einfachen Weg gegangen, und habe den Paketmanager verwendet, sondern habe mir die Software (z.B. NetBeans) direkt vom Hersteller heruntergeladen. Installation per Doppelklick war auch meist nicht so erfolgreich, die Verwendung der Kommandozeile war häufig notwendig. Neben Netbeans habe ich noch Subversion (Client) und XAMPP installiert, um ein vollständiges System zur Webentwicklung zu haben. Mich hat überrascht, wie wenig bereits vorinstalliert ist (oder ich habe es schlichtweg nicht gefunden).

Positiv überrascht hat mich allerdings, dass, obwohl ich nicht den Paketmanager verwendet habe, die Integration mit dem Betriebssystem ziemlich sauber ist. NetBeans erscheint nach der Installation (und einem Neustart) im Anwendungsmenü unter Entwicklung. Die DropBox funktioniert auch. Insgesamt bin ich also sehr zufrieden.

Nachrichten Suche: Google vs. Bing [Update]

Monday, June 1st, 2009

Twitter war mal wieder am schnellsten, als die schreckliche Nachricht von dem Absturz einer Air France Maschine die Runde machte. Weitere Informationen waren noch spärlich, also versuchte ich weitere Informationen zu erhalten. Mich erstaunt, wie unterschiedlich die Ergebnisse der Suche nach aktuellen Nachrichten ausfallen kann, hier am beispielhaften Vergleich von Bing und Google:

bing

google

Fazit: Google News ist aktueller, umfassender und besser aufbereitet, Bing hat aber das schönere Foto von Santorini.

Update Marko hat mich darauf hingewiesen, dass Bing in der US Variante offenbar deutlich leistungsfähiger ist als in der in Deutschland standardmäßig erreichbaren. Die Seite, die in meinem Screenshot zu sehen ist, stellt offenbar direkt die Windows Live Suchergebnisse dar, und nicht die Bing Ergebnisse. Das ist wohl noch ein Effekt der Beta Version.

Street Photography

Friday, May 29th, 2009

Als ich neulich das Video Sofias People von dem englischen Fotografen Philip Bloom, aufgenommen mit einer Canon 5DmkII und einem lichtstarken Zeiss 50mm Objektiv, gesehen habe war ich vollkommen fasziniert: Für mich war es Street Photography auf dem nächsten Level.

Sofia’s People: Canon 5dmk2 25p from Philip Bloom on Vimeo.

Zunächst einmal: warum dieses “Denglisch”? Ich finde, dass der deutsche Begriff nicht das trifft, was ich meine; “Straßenfotografie” hat für mich immer den Beigeschmack des Asphalts, der Leblosigkeit. Mit “Street Photography” verbinde ich aber viel mehr Lebendigkeit, Menschen stehen im Vordergrund und die Interaktion mit Fremden.

street photography

Street Photography ist für mich ein wesentlicher Bestandteil meiner Reisefotografie. Aber auch auf Ereignissen, wie z.B. dem Public Viewing bei der Fußball Weltmeisterschaft (oben), oder Straßenfesten kann man oft schöne Szenen festhalten.

street photography

In der Street Photography kann man als Beobachter im Hintergrund auftreten und das Geschehen eher distanziert betrachten (wie im Beispiel oben eine Straßenszene in Delhi).

street photographystreet photographystreet photography

Faszinierender aber finde ich Street Photography dann, wenn man mit den Menschen direkt in Kontakt treten kann (wie in Tokyo, oben). Dies ist auf Reisen spannend, wenn man, trotz Sprachbarriere und fremdartigem Auftreten (als “Tourist mit Kamera”) dennoch von den Menschen akzeptiert wird.

street photographystreet photographystreet photography

Und genau das fasziniert mich an dem Video von Philip Bloom. Für mich hebt er Street Photography (eigentlich ja Street Videography) auf eine ganz andere Ebene. Er macht nicht nur ein kurzes Foto (und kann sich anschließend aus dem Staub machen), nein, er wartet eine Weile. Die Menschen verharren nicht in einer künstlichen Pose, sondern zeigen mit der Zeit ganz automatisch ihre natürliche Seite. Andere nutzen die Zeit, um sich selbst darzustellen, wandeln sich während der Aufnahme vom anonymen Mensch auf der Straße zu einem lebendigen Individuum. Diese neue Art der Street Photography erfordert noch mehr Mut, mehr Kontaktfreudigkeit und Einfühlungsvermögen als die klassische. Ich habe mich oft gefragt, wofür man eine Videofunktion in einer Spiegelreflexkamera benötigt. Mit diesem Videobeispiel ist mir das Verständnis ein wenig näher gekommen.

Eine Auswahl von meiner Street Photography habe ich in der folgenden Slideshow zusammengestellt:

Fotografieren beim Sportfest

Monday, May 25th, 2009

Neulich hat mich meine Schwester gebeten, das Sportfest ihres Kindergartens fotografisch zu dokumentieren. Da ich sonst meist auf Reisen fotografiere – Menschen, Landschaften, Straßenszenen – habe ich diese Herausforderung gerne angenommen. In diesem Beitrag möchte ich ein wenig davon berichten, was ich während der rund drei bis vier stündigen Veranschaltung über die Fotografie gelernt habe.

Zunächst habe ich mir Zeit genommen, mir die Umgebung anzusehen und Probefotos zu machen um gute Standorte und die Lichtverhältnisse (die sich während der Zeit natürlich geändert haben) zu erkunden. Stichwort Lichtverhältnisse: ich habe teilweise einen Blitz verwendet, um die ungünstigen Lichtverhältnisse (heller Himmel, schwache Ausleuchtung unter Bäumen) auszugleichen. Die meisten Fotos habe ich jedoch ohne Blitz gemacht, um die Akteure möglichst natürlich abbilden zu können und sie von den Sportarten bzw. Spielen nicht abzulenken.

sportfest

Des weiteren hatte ich mir vorgenommen, in meinen Bildern die Spielfreude und Aktivität der Kinder zu dokumentieren. Bei der Dynamik und Bewegungsfreude der Kinder war es nicht einfach zu verhindern, dass die Bilder vollkommen verwackelt sind bzw. der Ausschnitt nicht passte. Dabei bin ich in mehrerer Hinsicht an die Grenzen meiner Kamera gestoßen:

  • Der Sucher der Nikon D70s ist arg klein. Um einen komfortablen Überblick über die Situation zu erhalten – mit entsprechenden Brennweiten – erschien es mir oft einfacher die Kamera abzusetzen und danach wieder das entsprechende Motiv anzuvisieren. Außerdem war ich oft gezwungen, Situationen “vorauszuahnen”, was bei einem Kinderfest – das liegt in der Natur der Dinge – zuweilen ein echtes Glücksspiel ist.
  • Der Autofokus schränkt ziemlich ein. Die fünf zur Verfügung stehenden Messfelder sind bei weitem nicht ausreichend, um wirklich kreativ zu arbeiten. In vielen Situationen reicht mir zwar das Messfeld in der Mitte des Suchers – anvisieren, scharf stellen, Auslöser halb gedrückt halten, Ausschnitt wählen, auslösen – diese Vorgehensweise ist bei quirligen Kindern allerdings keine gute Lösung. Da ist es schon besser entweder mit dem linken bzw. rechten Sensorfeld das Motiv zu erfassen und auf diese Weise den Bildausschnitt besser zu gestalten. Häufig war die Gestaltung allerdings gar nicht das Problem – sondern viel mehr die schnelle Bewegung. In diesem Fall habe ich das untere Messfeld verwendet, um die ungefähre Entfernung zu bestimmen – während der Spieler noch gar nicht im Sucher erschienen ist. Auf diese Weise kann man auch mit einem langsamen Autofokus noch ganz ansehnliche Fotos machen
  • Viele Bilder musste ich recht stark beschneiden. Das ist prinzipiell nichts schlimmes, auch wenn dadurch natürlich ein gewisser Qualitätsverlust einhergeht. Problematisch ist aber die geringe Grundauflösung der Kamera – bei 6 MPx gibt es kaum noch Spielraum, die qualitativ hochwertige Ausschnitte zu erzielen.

Neben Erfahrungen auf der technischen Seite, habe ich auch einiges gelernt, was bei der Bildkomposition bei verschiedenen Sportarten zu beachten ist.

sportfest

Ein tiefer Standpunkt lässt die Weitspringerin richtig fliegen und verleiht dem Bild ein großes Maß an Dynamik. Schwierig dabei ist allerdings, dass man gegen den hellen Himmel fotografieren muss und damit gewisse Herausforderungen bzgl. der Belichtungsmessung zu meistern hat. Dabei hat mich die Nikon im übrigen recht selten im Stich gelassen, und – trotz des zuweilen recht tristen Wetters – sind mit etwas Nachbearbeitung ansehnliche Ergebnisse herausgekommen.

Mich haben aber vor allem auch die Fußballspieler fasziniert. Vor allem, weil die Kinder bei dem Spiel enormen Ehrgeiz entwickelt haben, und einige der kleinen Akteure durchaus Talent bewiesen haben. Mir ist dabei aufgefallen dass, und hier könnte ein wesentlicher Unterschied zur Fotografie im Profifußball bestehen (klärt mich auf, falls ich mich täusche), man sehr gut mit zwei verschiedenen Ausrüstungen arbeiten kann.

sportfest

Zum einen kann man mit langen Brennweiten die Spieler sehr gut isolieren und in Zweikampfsituationen zeigen. Dies würde ich als eher herkömmliche Herangehensweise bei der Fußballfotografie bezeichnen. Leider habe ich nur mein altes 70-210mm Objektiv zur Verfügung gehabt, sodass ich aufgrund der großen Tiefenschärfe immer noch eine gute Portion Hintergrunddetails mit auf dem Bild hatte.

sportfest

Es war aber auch möglich, mit kürzeren Brennweiten das Spielgeschehen vom Spielfeldrand aus zu fotografieren. Dadurch konnte ich Fotos mit unkonventioneller Perspektive machen, bei denen sich der Betrachter “mitten drin” im Spielgeschehen wähnt.

Man darf aber nicht vergessen, dass viele Bilder, die während eines solchen Events geschossen werden, nicht verwendbar sind. Dabei handelt es sich nicht nur um technische Pannen und Unzulänglichkeiten (fehlerhafte Belichtung oder falscher Fokus), sondern auch oft um den falschen Moment. Darin nämlich liegt die Kunst: genau den richtigen Moment abzubilden und dennoch genug Dynamik wiedergeben zu können.

sportfest

Sightseeing in Delhi

Saturday, March 14th, 2009

Mit ein paar Kollegen habe ich heute eine Tour durch Delhi gemacht. Einige der Plätze kannte ich bereits von früheren Ausflügen, aber heute war einfach prima Wetter. Geschätzt knapp unter 30 °C und gute Luft haben den Ausflug zu einem Vergnügen gemacht. Hier die Strecke (mit Unterbrechungen und mit geringer Präzision aufgezeichnet):