Ich habe meine Foto Gallerie mal wieder aktualisiert. Dieses Mal habe ich die Gallerie auf Basis der Google App Engine Platform implementiert. Mehr über meine Erfahrungen bei der Entwicklung der Gallerie kann man hier lesen.
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Bildbesprechung: Cold Tree
Eines meiner Lieblingsfotos der letzten Tage ist dieser Baum in der eisigen Winterlandschaft an der Elbe. Bei der Aufnahme des Bildes war es bereits etwas dämmrig – an dem Tag wurde es gar nicht erst richtig hell. Durch den hellen Schnee war die eigentliche Dämmerung aber schwer einzuschätzen, und da ich nach der Aufnahme das Histogramm nicht weiter kontrolliert habe, musste ich zu hause am Computer feststellen, dass das ursprüngliche Bild ziemlich duster aussieht:

Für eine Bildbearbeitung reicht es dennoch: Meine Absicht war es, eine kühle Atmosphäre darzustellen und ein graphisch wirkendes Bild zu schaffen. Zunächst habe ich das Bild auf das klassische 3:2 Format geschnitten. Die Panasonic GF1 hat einen Sensor im 4:3 Format, mir gefällt das klassische Format aber besser. Obwohl die GF1 die Möglichkeit bietet, das Format schon während der Aufnahme auf 3:2 festzulegen, nutze ich den kompletten Sensor aus, um bei der Nachbearbeitung mehr Spielraum zu haben.
Anschließend habe ich die Belichtung deutlich, nämlich um ca. 2 Blendenstufen erhöht um den Schnee grell-weiß wirken zu lassen. Die dunklen Bereich habe ich abgedunkelt. Dadurch entstand ein fast silhouettenhaftes Bild. Den Himmel habe ich anschließend mit einem sehr leichten Blaustich versehen, um die kalte Atmosphäre zu verdeutlichen. Diesen Schritt hätte ich sicherlich auch mit geeigneter Einstellung des Weißabgleichs schaffen können, dennoch habe ich die Einstellung “Split Toning” von Lightroom verwendet.
Der letzte Bearbeitungsschritt ist der größte Eingriff in das Bild: mit Hilfe des “Spot Removal” Werkzeugs habe ich die Äste am rechten Bildrand weggestempelt. Damit wird das Bild zwar stark verfälscht, die Wirkung aber erhöht. Anschließend wurde das Bild noch etwas geschärft.
Comparing camera sizes [Update]
It might be the wrong impression, but it seems that a new wave of semi-compact cameras hits the market, targeting enthusiastic amateur photographers. These cameras are relatively small in size, but focus on high image quality. One of the first camera was the Panasonic Lumix DMC-LX3, which I did not like too much. In the following chart I’ll compare the sizes of four types of cameras:
- Point and shoot with relatively small sensor size (1/1.7"): The Canon PowerShot S90, Canon PowerShot G11 and Panasonic Lumix DMC-LX3.
- Compact cameras with fixed lens but larger (like APS-C size) sensor: The Sigma DP2 and Leica X1.
- Compact cameras with full-frame or µ4:3 sized sensor and interchangeable lenses: The Panasonic DMC-GF1 and Leica M9.
- DSLRs (full-frame and APS-C size): Nikon D3000 (the smallest Nikon DSLR), Nikon D90, Nikon D300s (the latest, most professional crop-sensor DSLR by Nikon), Nikon D70s (my current camera) and Nikon D700 (full-frame).
Click on the image for full-sized version.
Please note: the chart shows the outer bounds of the camera; of course, cameras are not cubic blocks, but have an non-rectangular shape. That can make a huge difference in the “percieved size” of a camera. Additionally, for all cameras with interchangeable lenses (Nikon DSLRs, Leica M9 and Panasonic Lumix DMC-GF1) I show body sizes only. Lenses will increase the size significantly.
[Update] I added sensor sizes to the chart. You can view and download the PDF.
Street Photography
Als ich neulich das Video Sofias People von dem englischen Fotografen Philip Bloom, aufgenommen mit einer Canon 5DmkII und einem lichtstarken Zeiss 50mm Objektiv, gesehen habe war ich vollkommen fasziniert: Für mich war es Street Photography auf dem nächsten Level.
Sofia’s People: Canon 5dmk2 25p from Philip Bloom on Vimeo.
Zunächst einmal: warum dieses “Denglisch”? Ich finde, dass der deutsche Begriff nicht das trifft, was ich meine; “Straßenfotografie” hat für mich immer den Beigeschmack des Asphalts, der Leblosigkeit. Mit “Street Photography” verbinde ich aber viel mehr Lebendigkeit, Menschen stehen im Vordergrund und die Interaktion mit Fremden.
Street Photography ist für mich ein wesentlicher Bestandteil meiner Reisefotografie. Aber auch auf Ereignissen, wie z.B. dem Public Viewing bei der Fußball Weltmeisterschaft (oben), oder Straßenfesten kann man oft schöne Szenen festhalten.
In der Street Photography kann man als Beobachter im Hintergrund auftreten und das Geschehen eher distanziert betrachten (wie im Beispiel oben eine Straßenszene in Delhi).
Faszinierender aber finde ich Street Photography dann, wenn man mit den Menschen direkt in Kontakt treten kann (wie in Tokyo, oben). Dies ist auf Reisen spannend, wenn man, trotz Sprachbarriere und fremdartigem Auftreten (als “Tourist mit Kamera”) dennoch von den Menschen akzeptiert wird.
Und genau das fasziniert mich an dem Video von Philip Bloom. Für mich hebt er Street Photography (eigentlich ja Street Videography) auf eine ganz andere Ebene. Er macht nicht nur ein kurzes Foto (und kann sich anschließend aus dem Staub machen), nein, er wartet eine Weile. Die Menschen verharren nicht in einer künstlichen Pose, sondern zeigen mit der Zeit ganz automatisch ihre natürliche Seite. Andere nutzen die Zeit, um sich selbst darzustellen, wandeln sich während der Aufnahme vom anonymen Mensch auf der Straße zu einem lebendigen Individuum. Diese neue Art der Street Photography erfordert noch mehr Mut, mehr Kontaktfreudigkeit und Einfühlungsvermögen als die klassische. Ich habe mich oft gefragt, wofür man eine Videofunktion in einer Spiegelreflexkamera benötigt. Mit diesem Videobeispiel ist mir das Verständnis ein wenig näher gekommen.
Eine Auswahl von meiner Street Photography habe ich in der folgenden Slideshow zusammengestellt:
Fotografieren beim Sportfest
Neulich hat mich meine Schwester gebeten, das Sportfest ihres Kindergartens fotografisch zu dokumentieren. Da ich sonst meist auf Reisen fotografiere – Menschen, Landschaften, Straßenszenen – habe ich diese Herausforderung gerne angenommen. In diesem Beitrag möchte ich ein wenig davon berichten, was ich während der rund drei bis vier stündigen Veranschaltung über die Fotografie gelernt habe.
Zunächst habe ich mir Zeit genommen, mir die Umgebung anzusehen und Probefotos zu machen um gute Standorte und die Lichtverhältnisse (die sich während der Zeit natürlich geändert haben) zu erkunden. Stichwort Lichtverhältnisse: ich habe teilweise einen Blitz verwendet, um die ungünstigen Lichtverhältnisse (heller Himmel, schwache Ausleuchtung unter Bäumen) auszugleichen. Die meisten Fotos habe ich jedoch ohne Blitz gemacht, um die Akteure möglichst natürlich abbilden zu können und sie von den Sportarten bzw. Spielen nicht abzulenken.
Des weiteren hatte ich mir vorgenommen, in meinen Bildern die Spielfreude und Aktivität der Kinder zu dokumentieren. Bei der Dynamik und Bewegungsfreude der Kinder war es nicht einfach zu verhindern, dass die Bilder vollkommen verwackelt sind bzw. der Ausschnitt nicht passte. Dabei bin ich in mehrerer Hinsicht an die Grenzen meiner Kamera gestoßen:
- Der Sucher der Nikon D70s ist arg klein. Um einen komfortablen Überblick über die Situation zu erhalten – mit entsprechenden Brennweiten – erschien es mir oft einfacher die Kamera abzusetzen und danach wieder das entsprechende Motiv anzuvisieren. Außerdem war ich oft gezwungen, Situationen “vorauszuahnen”, was bei einem Kinderfest – das liegt in der Natur der Dinge – zuweilen ein echtes Glücksspiel ist.
- Der Autofokus schränkt ziemlich ein. Die fünf zur Verfügung stehenden Messfelder sind bei weitem nicht ausreichend, um wirklich kreativ zu arbeiten. In vielen Situationen reicht mir zwar das Messfeld in der Mitte des Suchers – anvisieren, scharf stellen, Auslöser halb gedrückt halten, Ausschnitt wählen, auslösen – diese Vorgehensweise ist bei quirligen Kindern allerdings keine gute Lösung. Da ist es schon besser entweder mit dem linken bzw. rechten Sensorfeld das Motiv zu erfassen und auf diese Weise den Bildausschnitt besser zu gestalten. Häufig war die Gestaltung allerdings gar nicht das Problem – sondern viel mehr die schnelle Bewegung. In diesem Fall habe ich das untere Messfeld verwendet, um die ungefähre Entfernung zu bestimmen – während der Spieler noch gar nicht im Sucher erschienen ist. Auf diese Weise kann man auch mit einem langsamen Autofokus noch ganz ansehnliche Fotos machen
- Viele Bilder musste ich recht stark beschneiden. Das ist prinzipiell nichts schlimmes, auch wenn dadurch natürlich ein gewisser Qualitätsverlust einhergeht. Problematisch ist aber die geringe Grundauflösung der Kamera – bei 6 MPx gibt es kaum noch Spielraum, die qualitativ hochwertige Ausschnitte zu erzielen.
Neben Erfahrungen auf der technischen Seite, habe ich auch einiges gelernt, was bei der Bildkomposition bei verschiedenen Sportarten zu beachten ist.
Ein tiefer Standpunkt lässt die Weitspringerin richtig fliegen und verleiht dem Bild ein großes Maß an Dynamik. Schwierig dabei ist allerdings, dass man gegen den hellen Himmel fotografieren muss und damit gewisse Herausforderungen bzgl. der Belichtungsmessung zu meistern hat. Dabei hat mich die Nikon im übrigen recht selten im Stich gelassen, und – trotz des zuweilen recht tristen Wetters – sind mit etwas Nachbearbeitung ansehnliche Ergebnisse herausgekommen.
Mich haben aber vor allem auch die Fußballspieler fasziniert. Vor allem, weil die Kinder bei dem Spiel enormen Ehrgeiz entwickelt haben, und einige der kleinen Akteure durchaus Talent bewiesen haben. Mir ist dabei aufgefallen dass, und hier könnte ein wesentlicher Unterschied zur Fotografie im Profifußball bestehen (klärt mich auf, falls ich mich täusche), man sehr gut mit zwei verschiedenen Ausrüstungen arbeiten kann.
Zum einen kann man mit langen Brennweiten die Spieler sehr gut isolieren und in Zweikampfsituationen zeigen. Dies würde ich als eher herkömmliche Herangehensweise bei der Fußballfotografie bezeichnen. Leider habe ich nur mein altes 70-210mm Objektiv zur Verfügung gehabt, sodass ich aufgrund der großen Tiefenschärfe immer noch eine gute Portion Hintergrunddetails mit auf dem Bild hatte.
Es war aber auch möglich, mit kürzeren Brennweiten das Spielgeschehen vom Spielfeldrand aus zu fotografieren. Dadurch konnte ich Fotos mit unkonventioneller Perspektive machen, bei denen sich der Betrachter “mitten drin” im Spielgeschehen wähnt.
Man darf aber nicht vergessen, dass viele Bilder, die während eines solchen Events geschossen werden, nicht verwendbar sind. Dabei handelt es sich nicht nur um technische Pannen und Unzulänglichkeiten (fehlerhafte Belichtung oder falscher Fokus), sondern auch oft um den falschen Moment. Darin nämlich liegt die Kunst: genau den richtigen Moment abzubilden und dennoch genug Dynamik wiedergeben zu können.















